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... in Krankheit und Not

... in Krankheit und Not
... in Krankheit und Not

Gerade in schweren Zeiten fehlen manchmal die Worte zum Beten

Da hilft es, sich an Worte anderer Menschen anlehnen zu können.

Manchmal fehlt auch der Glaube. Da hilft es, Gott den Zweifel hinzuhalten.

Jeder Mensch muss durch diese Dunkelheit, durch diese Zweifel hindurchgehen.

Niemand ist vor Krankheit und anderen Schicksalsschlägen gefeit. Wenn das Leben sich von einer Sekunde zu anderen ändert, stehen viele sprachlos da. Menschenworte scheinen an ihr Ende gekommen.

Gebete, aus denen die spirituelle Erfahrung vieler Generationen spricht, können in solchen Situationen eine Stütze sein.

Quelle: Missio

 

Wache über mich

Herr, wache über mich und mein Leben.
Halte schützend deine Hand über mich,
und gib mir Frieden für mein unruhiges Herz.
Wache über mich und meine Gedanken,
damit mich die Angst nicht verzehrt.
Wache über meinen Glauben an deine Güte,
damit ich das Vertrauen zu dir nicht verliere.
Wache über meinen Lebensmut,
damit ich mich nicht selbst aufgebe.
Stärke Hoffnung und Zuversicht,
und lass mich den Reichtum erkennen,
den du auf mein Leben gelegt hast.

Karl Görner

 

Enge

Herr, die Krankheit hat mein Leben
in eine bedrohliche Enge geführt.
Ängste und Sorgen türmen sich vor mir auf,
und ich kann meinen Weg nicht erkennen.
In mir ist es traurig, finster und leer.
Führe mich heraus
aus meiner inneren Enge und Verzweiflung,
stelle meine Gedanken auf festen Grund,
und führe sie aus der Enge in die Weite.

Guter Herr,
die Krankheit hat sich
zwischen dich und mich gedrängt.
Mir ist die Sicht versperrt
auf die von dir geschenkte Zukunft.

 


             

Öffne mir die Augen des Herzens,
dass ich auf meiner Wüstenwanderung
die saftigen Weiden sehen kann,
die hinter meinem begrenzten Horizont lieben.

Und hilf mir,
getrost und zuversichtlich weiter zu wandern,
in der Gewissheit, dass du bei mir bist
und mit mir gehst.

Karl Görner

 

 

 

Ohnmächtig

© Pixabay
Wie ein Mensch zweiter Klasse,
so fühle ich mich,
ein Mensch ohne Chance.
Verzweifelt,
machtlos –
ich kann nichts dagegen tun.
Kann nicht mehr stehen,
ausgeliefert und ohnmächtig.
                                       

 

Resigniert,
ich habe mich damit abgefunden.
Keiner schaut mich mehr an,
Verlassenheit und Einsamkeit,
Schmerz und Traurigkeit hüllen mich ein.

Oh mein Gott!

Jean Prosper Agbagnon